Von Claudia Pejas
Lehrer Wilfried Wallpoth (li.) und Schulleiter Klaus Lotter
Partnerschulen in Europa
Von einer "tollen Erfahrung" berichten die drei Auslandsstipendiatinnen
Auslandspraktika der Schülerinnen und Schüler
Die Schule unterstützt und fördert die Bewerbung seiner Schülerinnen und Schüler für ein vierwöchiges Auslandsstipendium, dass von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Essen vergeben wird. Dieses Jahr konnten gleich drei Schülerinnen der Bertha-Krupp-Realschule die Stifter von sich überzeugen und im Frühjahr ihre erste lange Auslandsreise antreten. Lisa Borowczyk (16) arbeitete in einer Bank auf den Philippinen, Louisa Wallerich (15) in einem Krankenpflegeinstitut in Finnland und Lena Optazi (15) im pflegerischen Bereich eines Hotels für behinderte Menschen auf Teneriffa. Alle drei sind froh, diese Möglichkeit bekommen zu haben. "Klar hatte ich auch Heimweh", berichtet Lena Optazi, "aber es war insgesamt eine tolle Erfahrung. Auf einmal war ich auf mich alleine gestellt und musste vieles selber machen. Ich bin viel selbständiger geworden." Auf jeden Fall will die Schülerin nach der Schule noch mal ins Ausland - vielleicht ein Jahr lang als Au-Pair. Durch die vielen guten Kontakte in die Nachbarländer findet fast jedes Jahr seit 1995 ein internationaler Sporttag mit den Partnerschulen statt. In der 8. und 9. Klasse treffen sich die Jugendlichen mit belgischen, niederländischen und französischen Schülerinnen und Schülern. Gespielt werden viele verschiedene Sportarten - die Palette reicht von Fußball über Basketball bis hin zum Frisbee. Dabei wechseln sich die Schulen jedes Jahr als Veranstalter ab. So findet das Fest im Wechsel in allen vier Ländern statt.
Wirtschaftsenglisch ist ein weiteres Angebot für die Realschüler
Europaschule im Verbund
Bei ihren europäischen Aktivitäten setzt die Bertha-Krupp-Realschule auf die
Stärke der Gemeinschaft. Schon vor zwölf Jahren hat sich die Schule mit zehn
anderen Schulen fast sämtlicher Schulformen aus Essen und Mülheim zum Verbund
"Europa-Schulen in Essen" zusammen getan. "Netzwerken heißt das Zauberwort",
erzählt Schulleiter Klaus Lotter, "wir treffen uns regelmäßig und tauschen
Erfahrungen und Ideen aus. Das macht vieles einfacher." Die gemeinnützige
Kooperation wird von der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft EWG
unterstützt. Über den Verein Schulen und Wirtschaft Essen e.V. (SWE) hat der
Verbund sogar einen eigenen Geschäftsführer, der den einzelnen Schulen viel
Arbeit abnimmt. Zum Beispiel knüpft er Kontakte zu Förderern, betreut die
Projekte und kümmert sich um die Außendarstellung. Mittlerweile konnten so
große und kleine Unternehmen der Region gewonnen werden, die Europaschulen in
Essen zu unterstützen. Die ersten "Europaschulen in Nordrhein-Westfalen"
zeichnete Schulministerin Barbara Sommer im Oktober vergangenen Jahres aus. Die
Hälfte der Schulen entstammte dem Essener Verbund. Zu ihnen gehörte auch die
Bertha-Krupp-Realschule. Sie ist immer noch eine der wenigen Realschulen im
Land, die das Zertifikat erhalten haben. Die meisten anderen sind Gesamtschulen
oder Gymnasien. Schulleiter Klaus Lotter hofft nun, dass seine Schule andere
Realschulen ermutigt, sich ebenfalls in Richtung Europaschulen zu entwickeln.
Denn für ihn ist ganz klar: Realschulen können genauso gut Europaschulen sein
wie die anderen Schulformen.
Zur Homepage der Bertha-Krupp-Realschule kommen Sie
hier.
Hintergrund-Informationen über die "Europaschulen in Nordrhein-Westfalen"
erhalten Sie hier.
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