Zentrale Lernstandserhebungen/Vergleichsarbeiten sind ein wichtiges Element einer wirksamen Standardsicherung. Die Ergebnisse liefern den einzelnen Lehrkräften, den Schulen, aber auch den Schulaufsichtsbehörden und Eltern Informationen über das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler im innerschulischen und landesweiten Vergleich. Sie bieten damit differenzierte Hinweise auf den Förder- und Lernbedarf der Schülerinnen und Schüler und tragen dazu bei, die Unterrichtsqualität zu verbessern und die Vergleichbarkeit der schulischen Arbeit zu sichern.
Lernstandserhebungen werden in Nordrhein-Westfalen seit dem Schuljahr 2004/05 in der Grundschule und in den weiterführenden Schulen durchgeführt. Damit sie von den Schulen in Zukunft noch besser für die Förderung genutzt werden können und für die Schülerinnen und Schüler einen höheren Stellenwert erhalten, werden die Lernstandserhebungen seit dem Schuljahr 2006/07 bereits in den Klassen 3 und 8 statt 4 und 9, durchgeführt. Auf diese Weise steht den Schulen mehr Zeit zur Verfügung, um die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Lernstandserhebungen gezielt im Hinblick auf die erwarteten Standards zu fördern. Seit dem Schuljahr 2006/07 können die Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen angemessen bei der Leistungsbewertung berücksichtigt werden.
Die Lernstandserhebungen in Klasse 8 werden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik geschrieben. Aufgaben und Verfahren wurden bis zum Durchgang 2007/2008 in Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten entwickelt. Dabei wurde auch mit der schwedischen Schulbehörde Skolverket kooperiert, deren langjährige Erfahrungen mit Maßnahmen der Standardüberprüfung auch zur Weiterentwicklung der nordrhein-westfälischen Lernstandserhebungen beigetragen haben. Seit dem Schuljahr 2008/2009 werden die Aufgaben für die bundesweiten Lernstandserhebungen in Jahrgangsstufe 8 (Vergleichsarbeiten 8) vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) entwickelt.