Klassendiagramme sind was für Spezialisten. Genauer gesagt für Schülerinnen und Schüler, die das Fach Informatik belegt haben. Denn diese Diagramme stellen Beziehungen zwischen Klassen oder anderen Schnittstellen, dar und werden mit Hilfe spezieller Programme, den sogenannten UML-Editoren, mit dem Computer erstellt.
„Die Programme, die kostenlos im Internet verfügbar sind, sind allerdings für Einsteiger viel zu unübersichtlich und komplex. Außerdem haben wir nur bei den wenigsten Programmen eine Hilfestellung im Sinne eines Assistenten gefunden, der den Arbeitsprozess im Hintergrund beobachtet und den Benutzer informiert, wenn er Fehler macht“, berichtet Tanja Papenhoff, Studentin der Angewandten Kognitions- und Medienwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit 14 Kommilitonen untersuchte Papenhoff im Rahmen eines Praxisprojekts zehn kostenfreie UML-Editoren unter anderem auf ihre Fehlerbehandlung und Erlernbarkeit. „Das Ergebnis war, dass es schlichtweg kaum geeignete UML-Editoren für Anfänger oder junge Anwender gab.“
Die junge Forschergruppe um die Dozentin Angela Klutsch machte sich kurzerhand selbst daran, ein entsprechendes Programm zu entwickeln. „Das war keine Selbstverständlichkeit“, lobt Klutsch. „Die Projektmitglieder haben diese Aufgabe hervorragend gemeinsam gelöst.“ Grund für den Erfolg sei vor allem das außerordentlich hohe Engagement gewesen. Während des Projekts wurde darauf Wert gelegt, dass sich jeder nach seinen individuellen Fähigkeiten und Vorlieben am Projekt beteiligen konnte, wodurch wichtige Schlüsselqualifikationen vermittelt wurden.
Das Ergebnis der Arbeit, die weit über die eigentliche Projektzeit hinausging: Ein kleiner UML-Editor, der speziell auf Kinder und Jugendliche, aber auch erwachsene Einsteiger, ausgerichtet ist.
© 2006 - 2012 Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Zum Seitenanfang