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Über 3000 Seepferdchen

Viele Kinder bewegen sich noch nach der vierten Klasse nicht sicher im Wasser. Seit 2008 gibt es deshalb die Ferienkurse des Projektes „NRW kann schwimmen!“. Mehrere tausend Zehn- bis Zwölfjährige lernten dort bereits das Paddeln, Gleiten und Tauchen. Auch für diesen Herbst sind rund tausend Kinder angemeldet.

Foto: Ohne Druck ins Wasser und schwimmen lernen - ein Schwimmkurs kann Leben retten (Foto: MSW) Ohne Druck ins Wasser und schwimmen lernen - ein Schwimmkurs kann Leben retten (Foto: MSW)

Über 5000 Kinder haben in den vergangenen zwei Jahren in einem der Ferienkurse des Projektes „NRW kann schwimmen!“ gelernt, sich über Wasser zu halten. Nach Ende des Kurses schafften mehr als 3200 Kinder das „Seepferdchen“-Abzeichen, zeigen die Auswertungen der Kurse durch die Projektträger. Das sind knapp zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler im Schwimmkurs. Zu Kursbeginn erfüllten nur sechs Prozent diese Bedingungen. Das „Seepferdchen“ erhält, wer vom Beckenrand springen, 25 Meter schwimmen und einen Ring aus schultertiefem Wasser heraufholen kann. „Mit dem Erwerb des Seepferdchens beweisen Kinder, dass sie nunmehr in der Lage sind, selbständig schwimmen zu können“, sagt der Präsident des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen Manfred Peppekus. „Damit ist der erste große Schritt zum Schwimmer gemacht.“

Tatsächlich ist der Bedarf an Schwimmkursen für Zehn- bis Zwölfjährige groß. Rund ein Viertel der Kinder in Nordrhein-Westfalen kann am Ende der vierten Klasse nicht sicher schwimmen, zeigt eine Studie des Sportwissenschaftlers Professor Dietrich Kurz von der Universität Bielefeld. Dabei stehen für Schüler in ihrer Grundschulzeit mindestens 35 Stunden Schwimmunterricht auf dem Stundenplan, so legen es die Richtlinien für die Grundschule fest. Die Projektträger sehen „NRW kann schwimmen!“ deshalb als Ergänzung des schulischen Schwimmunterrichts.

Die Kurse laufen in den Oster-, Sommer- und Herbstferien. In jeweils gut 30 Städten können Kinder schwimmen lernen – überall dort, wo ein Verein einen Kurs anbietet. Die meisten Kurse veranstalten die Vereine des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen, der DRK Wasserwacht und der DLRG Nordrhein-Westfalen.

Lehrkräfte können dort nach Rücksprache mit den Eltern einzelne Schülerinnen oder Schüler für einen Schwimmkurs anmelden. Für die kommenden Herbstferien ist die Anmelderunde abgeschlossen; für die Osterferien 2011 beginnt sie im Februar. Eltern kostet der Kurs höchstens zehn Euro – den Rest steuern die Projektträger bei.

Bei „NRW kann schwimmen!“ handelt es sich um ein Projekt des Schulministeriums unter dem Dach der Initiative „QuietschFidel! Ab jetzt für immer – Schwimmer!“. Die Finanzierung tragen das Schulministerium, das Sportministerium, der BKK Landesverband Nordwest und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. Das Schwimmprojekt läuft noch bis Ende 2011.

„ Initiative "QuietschFidel! Ab jetzt für immer – Schwimmer!“
Prüfungsanforderungen für die Deutschen Schwimmabzeichen
Studie zu den Schwimmfähigkeiten von Elfjährigen

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