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Von Mäusen und Bücherwürmern

Schulministerin Sylvia Löhrmann besuchte am bundesweiten Vorlesetag die Friedrich-Ebert-Grundschule im Dortmunder Stadtteil Schüren. Gut 20 aufgeregte kleine Bücherwürmer erwarteten die Ministerin und lauschten der mitgebrachten Geschichte über Mäuse, die Freundschaft und das Lesen.

Von Julia Heer

Foto: Zum Vorlesen hatte die Ministerin das Buch "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann mitgebracht. (Foto: Julia Heer) Zum Vorlesen hatte die Ministerin das Buch "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann mitgebracht. (Foto: Julia Heer)

„In einem großen, grauen Haus lebte eine muntere Mäuseschar. Nachts, wenn alle Lampen gelöscht waren und die Menschenriesen schliefen, kamen die Mäuse aus ihren Mäuselöchern hervor…“ Gut 20 Mädchen und Jungen aus den dritten und vierten Klassen der Friedrich-Ebert-Grundschule haben sich im gemütlichen Musikraum versammelt, um der Ministerin zu lauschen, wie sie aus der berühmten Geschichte von Willi Fährmann „Der überaus starke Willibald“ vorliest. „Es ist eine Geschichte über Freundschaft „und darüber, wie wertvoll Freundschaften sind“, erklärt Sylvia Löhrmann, warum sie sich dieses Buch zum Vorlesen ausgesucht hat. Gleich mehrere Textstellen hat sie mitgebracht – ebenso wie viel Zeit und Ruhe, mit der sie immer wieder mit den Schülerinnen und Schülern über das Vorgelesene spricht. Nicht nur Freundschaft ist dabei ein Thema, sondern vor allem auch das Lesen.

Foto: Am bundesweiten Vorlesetag beteiligten sich über 9000 Leserinnen und Leser Am bundesweiten Vorlesetag beteiligten sich über 9000 Leserinnen und Leser

Ob sie denn selbst gerne lese, möchte ein Mädchen aus der dritten Klasse von der Schulministerin wissen. „Ja, sehr!“, bestätigt die. Fern sähe sie dagegen nicht so gern. „Und welche Hobbys hast du?“ Sylvia Löhrmann lächelt, als sie antwortet: „Lesen ist selbstverständlich eines meiner Hobbys, und außerdem genieße ich Spaziergänge – und ich esse und koche gern.“ Einige der kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer grinsen. Essen tun kleine Bücherwürmer offensichtlich auch ganz gern. Dann hat die Vorleserin auch noch eine Frage an die Mädchen und Jungen: „Was ist denn das Tolle am Lesen?“ Darauf gibt es viele Antworten: Dass man neue Wörter lernt, man zum Lachen oder zum Nachdenken gebracht wird und, dass man verreisen kann, ohne dass man das gemütliche Sofa verlassen muss.

Nach einer guten Stunde muss die Ministerin los. Das Buch, aus dem sie vorgelesen hat, schenkt sie der Schulbücherei. Die vierten Klassen werden die Geschichte über Lillimaus, den Mäusephillip und den überaus starken Willibald gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern weiter- und vielleicht auch selbst einmal jemand anderem vorlesen.

Der bundesweite Vorlesetag ist der Höhepunkt der ganzjährigen Initiative „Wir lesen vor“ von der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutschen Bahn. Mehr als 9.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligten sich in diesem Jahr am Vorlesetag, der bereits zum achten Mal stattfand. Ziel der Initiative ist es, die Vorlesekultur in Deutschland zu stärken, die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen weiterzugeben und für die bildungspolitische Bedeutung des Themas zu sensibilisieren. Mehr Informationen gibt es unter http://www.vorlesetag.de/.

 

 

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