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Moodle auf dem Vormarsch: Großes Interesse an Lehrerfortbildung

Von Marc Raschke

Foto: Schulunterricht mit der Lernplattform "moddle" Schulunterricht mit der Lernplattform "moddle"

Die Internet-Lernplattform moodle erfreut sich in Nordrhein-Westfalen offenbar immer größerer Beliebtheit. Wie der Verein "moodleSchule e.V." jetzt mitteilte, waren bei einer moodle-Lehrerfortbildung der Bezirksregierung Düsseldorf vor einigen Tagen am Robert-Bosch-Berufskolleg in Duisburg mehr als 300 Teilnehmer dabei. Ein beachtliches Ergebnis, wie der Vereinsvorsitzende Dieter Pannen findet. Auch, weil zurzeit die 3. Deutsche Moodle-Konferenz unter dem Titel "moodlemoot 08" in Heidelberg stattfindet und sich hierzu 350 Teilnehmer vorgemerkt haben - also gerade einmal 50 mehr, obwohl es der bundesweite Kongress ist. "Von den Zahlen aus dem Raume Düsseldorf sind wir doch angenehm überrascht worden", so Pannen. Allein im Regierungsbezirk Düsseldorf wird die "freie Internetplattform" von mehr als 140 Schulen bereits eingesetzt. Damit möchte sich die Bezirksregierung aber nicht zufrieden geben. Sie hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die über die Vorteile dieses pädagogischen Werkzeuges informiert und versucht, Anregungen für die qualitative Verbesserung von Unterricht zu geben.

Bei moodle handelt es sich um eine Open-Source-Software, die gratis im Internet verfügbar ist und die weltweit jeder benutzen darf. Schon jetzt wird die Lernplattform an vielen deutschen Hochschulen, Tausenden von Schulen, in öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen eingesetzt, um virtuelle Trainings und Fortbildungen zu ermöglichen. Das Besondere daran ist, dass die Entwicklung von engagierten Praktikern und Anwendern vor Ort weiterentwickelt werden kann. Hat sich nun beispielsweise ein Lehrer mit seiner Klasse für die Plattform entschieden, kann er dort einen virtuellen Kursraum eröffnen und unterrichtsbegleitende Testaufgaben, Projektbeschreibungen oder auch Arbeitsblätter hoch laden. Einmal ins Netz gestellt, spart er von da ab viel Zeit bei der Unterrichtsvorbereitung, allein schon, weil das lästige Kopieren in der Schule entfällt. Zudem kann der Lehrer gezielt bewerten und fördern, weil er nun zu jeder Zeit darüber im Bilde ist, welcher Schüler seinem individuellen Lerntempo entsprechend wann die Materialien abruft und wie bearbeitet. Die Leistungen werden transparenter, ebenso auch die Unterrichtsinhalte und -ziele, die im Archiv gespeichert und jederzeit einsehbar sind. Im Gegenzug werden die Schüler dazu angehalten, selbstständig, vorausschauend und eigenverantwortlich zu lernen. Zudem sind sie durch die Technik gezwungen, ihre Anfragen an den Lehrer auszuformulieren, was neben der Disziplin auch die Schreibqualität schult.

Zum bundesweiten Kongress in Heidelberg wird übrigens erstmals der Begründer der Moodle-Technik, Martin Dougiamas aus Perth (Australien), in Deutschland neueste Entwicklungen und Zusammenhänge darstellen. Anmeldungen für "moodlemoot 08" werden noch angenommen.

Weitere Links:

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schueler/Medien/Moodle/index.html
http://moodlemoot.moodle.de/
http://www.lehrerfortbildung.bezreg-duesseldorf.nrw.de/moodle/
http://www.moodle.de/
http://www.moodleschule.de/

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