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Das Modellvorhaben Gemeinschaftsschule
Nordrhein-Westfalen steht vor zwei zentralen Herausforderungen:
- Der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft ist hierzulande
immer noch zu groß. Laut KMK-Ländervergleich von 2010 hat ein Kind in NRW aus
der obersten sozialen Schicht bei gleicher Leseleistung eine etwa sechsfach
höhere Chance, ein Gymnasium zu besuchen, als ein Arbeiterkind. Dabei wünschen
Eltern heute, dass Bildungswege länger offen bleiben und ihre Kinder die Chance
auf das Abitur erhalten. Es ist deshalb das Ziel der Landesregierung, für mehr
Chancengerechtigkeit zu sorgen und mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren
Abschlüssen zu führen.
- Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen wird bis zum
Jahr 2019 um über 300.000 zurückgehen. Das ist ein Minus von fast 16 Prozent.
Diese demografische Entwicklung macht es vor allem auf dem Land immer schwieriger,
ein attraktives wohnortnahes weiterführendes Schulangebot vorzuhalten. Damit
ein Schulsterben verhindert werden kann, muss es gerade in ländlichen Regionen
eine Schule geben, die alle Bildungsangebote in sich vereint.
Eine Antwort auf diese beiden Herausforderungen ist die Einführung von Gemeinschaftsschulen
- und zwar im Rahmen eines Modellversuchs, der wissenschaftlich begleitet wird.
Durch das längere gemeinsame Lernen in der Gemeinschaftsschule sollen mehr Schülerinnen
und Schüler zu besseren Abschlüssen geführt werden. Gleichzeitig wird Schulträgern
die Möglichkeit gegeben, durch die Zusammenführung bereits bestehender Schulformen
zu einer Gemeinschaftsschule ein umfassendes wohnortnahes Schulangebot zu erhalten.
Diese Internet-Seite bietet einen Überblick über das Thema Gemeinschaftsschule.
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